Dienstag, 14. Juli 2009

Liechtenstein bekommt seinen eigenen Whisky


Quelle: Vaterland.li


Nach Schokolade, Bier und Kaffee hat Liechtenstein nun auch einen eigenen Whisky. Die Brennerei Telser bringt am 18. Juli den ersten Liechtensteiner Whisky auf den Markt. Marcel Telser, Brennmeister der 4. Generation, setzte sich auf seinen unzähligen Reisen, die er durch die schottischen Gefilde unternahm, intensiv mit der Herstellung von Whisky auseinander. Jahre und unzählige Gespräche mit schottischen Brennmeistern vergingen, bis der Entschluss zur Umsetzung der Idee «1. Liechtensteiner Whisky» gefallen ist, wie es in einer Pressemitteilung heisst.

Im Mai 2006 wurde die Gerstenmischung definiert und unter fachkundiger Überwachung in den Kupferkesseln der Brennerei Telser von Hand eingemaischt. Nach der Einmaischung ruhte die Würze für zehn Tage bei Idealtemperatur für die Vergärung. Anschliessend wurde die Maische von Marcels Vater Sebastian Telser, Brennmeister mit über 40 Jahren Erfahrung, in den Kupferkesseln mit der altbewährten Holzbefeuerung destilliert. Dieses Verfahren erfordert Erfahrung, Geduld und Feingefühl, verleiht dem Destillat aber einen unverwechselbaren Charakter. In den letzten Jahren lagerte der Whisky im eigenen, über 500 Jahre alten Gewölbekeller mit Naturboden. In einem gebrauchten Pinot-Noir-Barrique-Fass reifte er zu einem milden, vom Charakter her mittelschweren Whisky mit einer wohldosierten Torfnote aus. Sein Name: Telsington.

Die Brennerei Telser selbst, die sich im historischen Dorfkern von Triesen befindet, wurde bereits 1880 das erste Mal urkundlich erwähnt. Arthur Nägele, Ausbildungsleiter der Spirituosenakademie, urteilt über den Telsington:

«In der Nase deutlich malzig, weiche Rotweinaromen im Hintergrund, etwas holzdominant mit dezenten Tabaknoten; am Gaumen erneut weinige Anklänge, unterstützt von den Röstaromen des Holzes, der Abgang wird von malziger Süsse mit herbwürzigen Cacaonoten dominiert.»