
Diageo hat gemäss der britischen Financial Times die Gespräche mit der indischen United Spirits über eine Kooperation in Indien aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen abgebrochen.
Dennoch möchte der weltgrösste Spirituosenhersteller den indischen Markt nicht missen, obwohl der Umsatz im Subkontinent aktuell nur gerade ein Prozent bei Diageo ausmacht. Insbesondere die expandierende Mittelklasse des 1.1 Milliarden Menschen umfassenden Staates und das wohlwollende Image schottischer Whiskies machen den indischen Markt reizvoll.
Analysten sehen Diageos nächsten Schritt im Ausbau des 50-50 Joint Venture mit Radico Khaitan, Indiens zweitgrösster Spirituosenfirma, die u.a. 8pm Whisky produziert und vertreibt.
United Spirits muss nun alternative Wege der Kapitalbeschaffung begehen, nachdem die anvisierten USD 600 Millionen nicht von Diageo kommen. Die kürzlich durch Aktienkapitalerhöhung beschafften USD 185 Millionen sind nur einen Tropfen auf den heissen Stein. Die Uebernahme von Whyte & Mackay für USD 857 Millionen im Jahre 2007 liegt der Firma weiterhin schwer auf dem Magen.
Insider wollen wissen, dass der Mehrheitsaktionär, Vijay Mallya, auch bereit wäre, Private Equity Firmen (in Deutschland besser bekannt unter der Bezeichnung: "Heuschrecken") an Bord zu nehmen.


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