In der Ausgabe 2/ 2009 des Whisky Time resp. des Whisky-Botschafters schrieb ich, dass die Spirituosenkonzerne aufgrund ihrer hohen Investitionen in der jüngsten Vergangenheit und des dadurch aufgetürmten Schuldenbergs unbedingt auf Cash-Flow aus der operativen Tätigkeit angewiesen sind.
Im Artikel zeige ich verschiedene Alternativen zur Ertragssteigerung auf. Eine ist die Lancierung neuer Abfüllungen mit jungen Single Malts - analog zu Ardbeg - oder der marketingmässig meisterhaft orchestrierte Verkauf alter Trouvaillen aus den Tiefen der Warenlager.
a) Glengoyne
Mit dem Glengoyne 40 Year Old stellt die Glengoyne Distillery den ältesten und wertvollsten Highland Single Malt in ihrer 175-jährigen Geschichte vor.

Der 40-jährige Glengoyne wird in einer handgefertigten Glencairn-Crystal-Karaffe geliefert. Jede einzelne ist mit der laufenden Nummer im Boden graviert und trägt ein aufwändig gestaltetes Etikett. Die Karaffen wiederum sind in massiven Eichenholz-Kistchen verpackt, deren Oberfläche mit Klavierlack auf Hochglanz gebracht werden. Sie sind mit einem handgenähten Lederfutter ausgekleidet und tragen auf der Vorderseite eine Goldplakette. In einem in Leder eingeschlagenen mit Goldschnitt versehenen Büchlein, das von Distillery Manager Robbie Hughes signiert ist, findet der stolze Besitzer Tastingnotes und die die 175-jährige Geschichte von Glengoyne.
Weltweit wird es nur 250 Karaffen des 40-jährigen Glengoyne geben. Im ausgesuchten Fachhandel sollen sie rund 3.000 britische Pfund kosten.
b) Springbank - Chieftain´s (Besitzer von Glengoyne)
Im Rahmen ihrer Marke „Chieftain's“ stellt Ian Macleod Distillers jetzt eine Limited Edition eines 40 Jahre alten Springbanks vor. Nur 398 Flaschen des 1968 in der Destillerie in Campbeltown gebrannten Malts wird es geben. Abgefüllt wurden sie mit Fassstärke und ohne Kühlfiltration. Auch in der Brennerei ist man ziemlich begeistert. „Es ist das letzte, älteste und beste Springbank-Fass , das in der Chieftain's Collection noch vorhanden war“, heißt es aus Campbeltown.

Angeboten werden die 398 Flaschen für einen Preis von 800 britischen Pfund ausschließlich im Reisegeschäft.
c) Caol Ila 12yo und Lagavulin 14yo nur jeweils am Tag der offenen Tür zu haben
Um das Islay Festival of Malt & Music vom 23. bis 30. Mai gebührend zu feiern, stellt Diageo zwei spezielle Festival Editions seiner Islay Malt vor. Bei diesen streng limitierten Abfüllungen handelt es sich um begeherte Sammlerstücke, weil man sie nur auf Islay kaufen kann und pro Person gibt es immer nur eine Flasche.
Zum einen präsentiert Diageo die erste eigene Einzelfassabfüllung eines Caol Ila. Es handelt sich um ein ehemaliges Sherry-Fass aus Eichenholz, das im Dezember 1996 gefüllt wurde, und das jetzt noch 654 Flaschen des zwölf Jahre alten Single Malts enthielt. Ausgesucht hat das Fass der Distillery-Manager bei Caol Ila, Billy Stitchell persönlich.
Bei der zweiten Feis-Ile-Abfüllung handelt es sich um einen 14 Jahre alten Lagavulin, der seit 1995 in einem europäischen Eichenholz-Fass im Lagavulin-Warehouse No. 1 gereift ist. Ausgesucht hat es Iain MacArthur, der seit Jahren in den Lagerhäusern bei Lagavulin arbeitet. 660 Flaschen warten auf begierige Fans während des Festivals.
Beide Abfüllungen kosten 69,99 Pfund die Flasche. Zu haben sind die Flaschen nur am Tag der offenen Tür der jeweiligen Brennerei: Den Lagavulin gibt es demnach am Samstag, 23. Mai, und den Caol Ila am Montag, 25. Mai. Und zwar streng nach dem Motto: „First come, first served.“
Vollständiger Artikel
Leser, die den Artikel in der Whisky Time resp. im Whisky-Botschafter verpasst haben, können ihn nachfolgend nachlesen.


Nachfolgend ein paar aktuelle Beispiele für die "Kreativität" der Spirituosenkonzerne um an den heissersehnten Cash-Flow zu gelangen. Ob der Markt solche "Ideen" im rezessiven Umfeld verträgt wird sich weisen.
a) Glengoyne
Mit dem Glengoyne 40 Year Old stellt die Glengoyne Distillery den ältesten und wertvollsten Highland Single Malt in ihrer 175-jährigen Geschichte vor.

Der 40-jährige Glengoyne wird in einer handgefertigten Glencairn-Crystal-Karaffe geliefert. Jede einzelne ist mit der laufenden Nummer im Boden graviert und trägt ein aufwändig gestaltetes Etikett. Die Karaffen wiederum sind in massiven Eichenholz-Kistchen verpackt, deren Oberfläche mit Klavierlack auf Hochglanz gebracht werden. Sie sind mit einem handgenähten Lederfutter ausgekleidet und tragen auf der Vorderseite eine Goldplakette. In einem in Leder eingeschlagenen mit Goldschnitt versehenen Büchlein, das von Distillery Manager Robbie Hughes signiert ist, findet der stolze Besitzer Tastingnotes und die die 175-jährige Geschichte von Glengoyne.
Weltweit wird es nur 250 Karaffen des 40-jährigen Glengoyne geben. Im ausgesuchten Fachhandel sollen sie rund 3.000 britische Pfund kosten.
b) Springbank - Chieftain´s (Besitzer von Glengoyne)
Im Rahmen ihrer Marke „Chieftain's“ stellt Ian Macleod Distillers jetzt eine Limited Edition eines 40 Jahre alten Springbanks vor. Nur 398 Flaschen des 1968 in der Destillerie in Campbeltown gebrannten Malts wird es geben. Abgefüllt wurden sie mit Fassstärke und ohne Kühlfiltration. Auch in der Brennerei ist man ziemlich begeistert. „Es ist das letzte, älteste und beste Springbank-Fass , das in der Chieftain's Collection noch vorhanden war“, heißt es aus Campbeltown.

Angeboten werden die 398 Flaschen für einen Preis von 800 britischen Pfund ausschließlich im Reisegeschäft.
c) Caol Ila 12yo und Lagavulin 14yo nur jeweils am Tag der offenen Tür zu haben
Zum einen präsentiert Diageo die erste eigene Einzelfassabfüllung eines Caol Ila. Es handelt sich um ein ehemaliges Sherry-Fass aus Eichenholz, das im Dezember 1996 gefüllt wurde, und das jetzt noch 654 Flaschen des zwölf Jahre alten Single Malts enthielt. Ausgesucht hat das Fass der Distillery-Manager bei Caol Ila, Billy Stitchell persönlich.
Bei der zweiten Feis-Ile-Abfüllung handelt es sich um einen 14 Jahre alten Lagavulin, der seit 1995 in einem europäischen Eichenholz-Fass im Lagavulin-Warehouse No. 1 gereift ist. Ausgesucht hat es Iain MacArthur, der seit Jahren in den Lagerhäusern bei Lagavulin arbeitet. 660 Flaschen warten auf begierige Fans während des Festivals.
Beide Abfüllungen kosten 69,99 Pfund die Flasche. Zu haben sind die Flaschen nur am Tag der offenen Tür der jeweiligen Brennerei: Den Lagavulin gibt es demnach am Samstag, 23. Mai, und den Caol Ila am Montag, 25. Mai. Und zwar streng nach dem Motto: „First come, first served.“
Vollständiger Artikel
Leser, die den Artikel in der Whisky Time resp. im Whisky-Botschafter verpasst haben, können ihn nachfolgend nachlesen.




